So kann es nicht weitergehen

Die Flüchtlinge sind kein wirkliches Problem, das ließe sich mit Vernunft und Augenmaß lösen. Auf lange Sicht durchaus mit Vorteilen für unser Land. Wir Deutschen selber sind das Problem. Medien verfolgen wirtschaftliche und zu viele Politiker populistische Interessen. Man sucht sich den Teil der Wahrheit aus, mit dem man am besten punkten zu kann. Der Rest wird verschwiegen. Für den Bürger entsteht ein völlig verzerrtes und unverständliches Bild. Haben die Flüchtlinge die AfD stark gemacht? Oder nicht eher die „zurecht gestuzte Wahrheit“ der Medien und Politiker?

Wollen wir wirklich eine verprollte und vertrumpte Demokratie?

Bewusstes Missverstehen

Christian Lindner sagte vor einiger Zeit in einem Interview, dass man in der Schlange beim Bäcker nicht erkennen kann, ob jemand ein hochqualifizierter IT-Spezialist ist oder jemand, der kein Bleiberecht in Deutschland hat, wenn er sich in gebrochenem Deutsch seine Brötchen kauft.

Gemeint war, eigentlich unmissverständlich, dass wir nicht jeden Migranten pauschal verurteilen dürfen. Und das übrigens in eigenem Interesse. Die hochqualifizierten Spezialisten brauchen wir so dringend wie die Luft zum Atmen. Wir müssen alles tun, damit sich diese Einwanderer in Deutschland wohl fühlen und gerne zu uns kommen. So wie Sergey Brin, Gründer, Entwickler und heute Präsident von Google (Alphabet Inc.), eines der 3 wertvollsten Unternehmen der Welt. Leider fühlt sich Sergey Brin in Kalifornien wohl und Deutschland bezahlt die Internet-Werbung an diese US-Firma.

Und was wurde aus der Mahnung von Christian Lindner gemacht? Die Medien verdächtigten ihn, die Freien Demokraten mit rassistischen Parolen aufpeppen zu wollen. Die AfD verstand auch alles falsch und lobte den Kommentar, der sich in Wahrheit zu 100% gegen deren „Politik“ richtet. Wie peinlich.

Wir müssen uns darüber bewusst sein, dass Nachrichten-Sender wie „N-TV“ und „Welt“ zu Börsen notierten Medien-Konzernen gehören, die Gewinn machen müssen. Es geht bei allen kommerziellen Sendern um Einschalt-Quoten, welche die Erlöse aus Werbeeinnahmen bestimmten. Bewusst gelogen wird ganz sicher nicht. Aber die ganze Wahrheit wird üblicherweise gekürzt und kurzweilig gewürzt. Heraus kommt so immer nur ein Aspekt. Und damit ein oft missverständlicher Ausschnitt aus der ganzen Wahrheit. Richtig ist allerdings, dass im Vergleich zu kommerziellen Sendern die Nachrichten bei öffentlich rechtlichen Sendern auch wesentlich dröger daher kommen.

 

Wir Deutsche wissen nur, was wir nicht wollen.

Wenn Flüchtlinge z.B. nach Afghanistan abgeschoben werden sollen, eilen die Kameras zum Flughafen. Es werden Demonstranten gezeigt, die gegen Abschiebung protestieren. Zu Wort kommen die „Berufs-Empörten“, wie Christian Lindner es nennt. Ihre Zweifel mögen ja berechtigt sein, jedoch sie, genau wie die Kameras, verschweigen das Wichtigste: Nach Afghanistan werden aus NRW nur Straffällige abgeschoben. Wenn ich einen Gast zu mir nach Hause einlade und er verprügelt meine Kinder, setze ich ihn auf die Straße. Auch bei Sturm und Hagelschlag. Deutschland aber soll Straffällige nicht abschieben.

Also wie immer „beobachten“. Für eine lückenlose Überwachung eines einzigen Gefährders braucht man jedoch 30-40 Polizisten. Das geht nicht. Wenn es dann knallt, wie im Fall Anis Amri auf dem Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidt-Platz, dann ist das Geschrei der Medien wieder groß. Dieses Mal allerdings umgekehrt. Nun kommen die zu Wort, die den Staat beschuldigen, Anis Amri eben nicht abgeschoben zu haben. Moment bitte, oben hieß es doch noch: „Geht nicht!“

Ja, wie hätten wir es denn gerne?

 

Verprollte und vertrumpte Demokratie

Man kann dem amerikanischen Präsidenten vieles nachsagen. Ganz sicher nicht, Zeit zu verschwenden. Um politische Schritte erst einmal bis zu Ende zu denken. Man darf ihm auch keine diplomatische Wortwahl und gute Umgangsformen nachsagen. Wenn das der neue Stil der amerikanischen Demokratie sein soll, müssen wir in Europa uns darauf einstellen. Was jedoch unter keinen Umständen Nachmachen bedeuten darf.

„Inhaber höchster Staatsämter nutzen Pegida-Vokabular, wodurch die politische Kultur verroht“, erklärt Lindner. Man laufe Gefahr, in einer verprollten, vertrumpten Demokratie zu leben. Gleichzeitig darf man nicht überreagieren, insbesondere nicht beim Reizthema Flüchtlinge. „Wenn die Debatte von rechter Pöbelei und linkem Shit-Storm geprägt wird, verliert die politische Mitte ihre Heimat.“ Die politische Vernunft leider auch und damit jede Chance, sich auf Lösungen zu einigen, die für alle vorteilhaft sind.

 

Denken wir neu - Freie Demokraten - 12,95% Stimmen in Leverkusen sind eine Verpflichtung. Wir nehmen sie an.

 

Paul Frank Kleudgen, Mediale Kommunikation, FDP-LeverkusenPaul-Frank Kleudgen, Beitrag verfasst am 05.08.2018.

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