Autobahnen in Leverkusen

Bundesverfassungsgericht und Bundesverwaltungsgericht sind die letzten Instanzen der deutschen Rechtssprechung. Urteile sind bindend. Für jeden. Selbst für die Regierung. Das Urteil ist gefallen – für die Brücke.
Es ist politisch niederträchtig, Bürger mit falschen Versprechungen aufzuwiegeln. Vielmehr müssen alle seriöse Parteien gemeinsam das Beste für Leverkusen daraus machen. Mit der Brücke an sich ist ja noch nichts „angebrannt“.

 

Kombi-Lösung vor dem Autobahnkreuz Leverkusen

Kombi-Lösung hätte Mega-Stau am Stadion produziert

Die Autobahn A3 wurde auf 4 Spuren ausgebaut. In nördliche Richtung hat sich der Stau nun verlagert von Mülheim nach Leverkusen. Dabei ist der „Stau-Herd“ die kurze Spurwechsel-Zone zwischen der Auffahrt und Kreuz Leverkusen. Im Kreuz selber fließt der Verkehr wieder.
Bei der Kombi-Lösung hätte in östliche Richtung auf noch kürzerer Strecke die A1 mit der Tunnel-Autobahn zusammen geführt und gleichzeitig der Verkehr auf die Abbiegespuren vor dem Kreuz geschleust werden müssen. Wobei hier mehr als 2/3 der Fahrzeuge eben nicht auf der A1 in Richtung Dortmund bleiben. Das geht so nicht.

 

Plan der Autobahnen in Leverkusen

Tunnels dort, wo es Leverkusen wirklich hilft

Ein kurzer Tunnel für die A1 im Bereich Küppersteg wäre für Leverkusen und die dortigen Anwohner ein wahrer Segen. Mit der Einmündung des Tunnels aus der „Kombi-Lösung“ wäre die Verlegung des kompletten Verkehrs in einen kurzen Tunnel nicht möglich gewesen.
Ganz anders auf der A3, wo die Mehrheit der Fahrzeuge im Kreuz geradeaus fahren. Ein langer Tunnel zwischen den Ausfahrten Leverkusen und Opladen entlastet das Kreuz Leverkusen deutlich und Staus vor dem Kreuz, was tatsächlich mitten in der Innenstadt ist, können wirksam vermieden werden.

 

Neue Autobahnbrücke Leverkusen

Neue Rheinbrücke – ein Gewinn für Leverkusen

Die neue zweiteilige Rheinbrücke ist opulent dimensioniert. Im Vergleich zur „Kombi-Lösung“ mit Tunnel plus Brücke kostet sie den Steuerzahler deutlich weniger. Sicher ist, dass sich der Verkehr in den kommenden Jahren ändern wird. Wie sich die Anteile für Auto und LKW einerseits, autonom fahrende kleinere Busse und Fahrrad anderseits, verschieben, kann man heute noch nicht abschätzen. Sehr wohl aber, dass der Platz auf der neuen Brücke auf jeden Fall ausreichen wird.
Die alte Brücke folgt dem Trend der 19-60-iger Jahre und sollte den Eindruck vermitteln, eine Rasierklinge könnte Lastwagen tragen. Sie ist latent Einsturz gefährdet. Durch die Verbreiterung auf 3 Spuren rollte der Schwerlastverkehr auf dem weit auskragenden Teil der Brückenplatte, der durch den gewollt schmal gehaltenen Brücken-Hohlkasten nicht gestützt ist. Sie muss schnell ersetzt werden.

 

Neues Autobahnkreuz in Leverkusen

Neues Autobahnkreuz Leverkusen

Das Leverkusener Autobahnkreuz grenzt direkt an das Stadtzentrum. Der Platz ist stark eingeschränkt, muss aber hohe Kapazität bieten. Es wäre für Leverkusen eine Umwelt-Katastrophe, wenn sich der Verkehr vor dem Kreuz „mitten in der Stadt“ staut. Eine kompakte Malteser-Variante wäre eine Lösung, insbesondere wenn der Nord-Süd-Durchgangs-Verkehr auf der A3 in einem Tunnel unter dem Kreuz verläuft. Eine weitere deutlich spürbare Entlastung wäre es, wenn der Abbiege-Verkehr zwischen der A3 Nord und der A1 West dauerhaft um Leverkusen herumgeleitet würde.

 

Verkehr umleiten um Leverkusen herum

Umleitung „mit Köpfchen“

Die A542 führt von nirgendwo zwischen Solingen und Langenfeld nach sonstwo zwischen Monheim und Hitdorf. Verkehr nicht messbar. Trotzdem wurden beide Fahrbahnen komplett neu aufgebaut. Diese Mini-Autobahn könnte man zusammen mit der A59 sinnvoll nutzen als By-Pass zum Autobahnkreuz Leverkusen West.
Vorteil: der ganze Verkehr zwischen A1 West und A3 Nord läuft dann nicht mehr mitten durch Leverkusen, sondern um die Stadt herum. Gebaut werden müsste vielleicht ein „Überflieger“ am Kreuz Monheim Süd und eine optimale Abschirmung für Rheindorf Süd und Hitdorf. Sonst ist alles vorhanden.
Die Mega-Stelze durch Leverkusen wäre dann überflüssig, weil ein guter Anteil des Verkehrs weg fällt. Vor allem würden Staus durch Abbiege-Verkehr am Kreuz Leverkusen vermieden. Wenn das, was wir heute an Verkehrswegen für die A1 in Leverkusen schon haben, auch in Zukunft ausreicht, besteht kein Grund, in die Deponie einzugreifen. Ganz abgesehen davon, dass diese Lösung sehr viel billiger ist. Weil man einfach nur nutzt, was man ohnehin schon hat.

Wer 1 und 1 zusammenzählen kann, wird erkennen, dass der „By-Pass“ zum Kreuz Leverkusen nicht nur eine Idee ist, die nicht nur in unserer Schublade liegt. Sondern wohl auch bei Straßen NRW. Wenn die Mega-Stelze oder vielleicht doch ein kurzer Tunnel gebaut werden soll, muss Verkehr schließlich umgeleitet werden. Nur das würde die Millionen-Investitionen in die Mini-Autobahn A542 rechtfertigen.

Wir Freien Demokraten nehmen die Sorgen und Bedenken der Bürger ernst, die einen Eingriff in die Chemie-Müll-Deponie nicht wollen. Darum macht es Sinn, gemeinsamen dafür zu kämpfen, dass der By-Pass über A59 und A542 eine dauerhafte Lösung wird. Wenig Sinn macht es, wenn Aktivisten die Angst der Bürger vor einem Eingriff in die Deponie und vor der Monster-Stelze am Köcheln halten, indem mit dem längst „beerdigten“ Tunnel unter dem Rhein weiter gespielt und der wirklich sinnvolle kurze Tunnel im Bereich Küppersteg/Stadion einfach als „nicht machbar“ deklariert wird.

 

Denken wir neu - Freie Demokraten - 12,95% Stimmen in Leverkusen sind eine Verpflichtung. Wir nehmen sie an.

 

Paul Frank Kleudgen, Mediale Kommunikation, FDP-LeverkusenPaul-Frank Kleudgen, Beitrag verfasst am 21.11.2017, Update am 18.03.2018.

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