Gleichstellung für alle

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Für uns Freien Demokraten ist Homophobie genauso wenig akzeptabel wie Rassismus und Antisemitismus. Auch homosexuelle und transsexuelle Menschen sind wertvoll für unser Land und sollen gleichberechtigt und
Ehe für Alle - das letzte Gesetz gegen Diskriminierung ist gefallenmenschenwürdig leben können.
Heute sprechen sich knapp 80% aller Deutschen für die Gleichstellung aus. Aber 20% eben auch nicht. Leidvolle Erfahrungen haben gezeigt, dass schon differenzierende Gesetze den radikalen Homophoben das Gefühl geben, es wäre in Ordnung, wenn sie Hass, Verachtung und Gewalt gegen homosexuelle Männer freien Lauf lassen. Genau aus diesem Grund musste die „Verpartnerung“ unbedingt weg.

 

Missglückte (???) Taktik …. endet im K.-Gate.

Christian Lindner - Ehe für alle Bedingung für Koalitionsverhandlungen

CDU/CSU waren mit ihrem „Nein“ zur Gleichstellung von homo- und transsexuellen Menschen nicht mehr koalitionsfähig. Freie Demokraten und Die Grünen stehen traditionell für „Gleichheit für alle“. 30 mal wurde -auch mit den Stimmen der SPD- die Gesetzesvorlage „Ehe für alle“ im Bundestag abgeschmettert. Urplötzlich ist die SPD dafür. Gegeneinander ausspielen geht dann nicht mehr, ein Angebot muss her.
Die Kanzlerin stellte eine Abstimmung nach Gewissen und Öffnung der Verpartnerung für Adoption in Aussicht. Koalitionspartner sollen so bedient werden und die 75% Konservative können weiter einstehen für eine Diskriminierung „Light“. Allein – dieses Angebot hat einen logischen Mangel:
Wenn Adoption nach dem Willen der Kanzlerin erlaubt werden soll im Rahmen der Verpartnerung, dann hat diese keinen messbaren eigenständigen Inhalt mehr im Vergleich zur Ehe „nur für Mann und Frau“. Somit wäre eine (gewünschte) gesetzliche Unterscheidung nichts weiter als eine Worthülse, die weiter homosexuelle Partnerschaften gesetzlich als zweitklassig abwertet.

 

Nicht nur Johannes Kahrs platzt der Kragen.

Immer wieder wurde in der Debatte von „Respekt“ gesprochen. Respekt vor einer „Meinung“, die Wille ist und Gewissen genannt wird. Was aber ist mit Respekt gegenüber den Betroffenen?
Niemand hatte Respekt vor meinem Recht auf ein menschenwürdiges Leben.

Johannes Kahrs - Beauftragter für die Belange von Lesben und Schwulen in der SPD-BundestagsfraktionWohl noch nie ist die Kanzlerin so heftig angegriffen worden wie am 30.06.2017 von Johannes Kahrs (SPD). „Peinlich“. „Erbärmlich.“ „Vielen Dank für Nichts.“ Für Betroffene, die durch die „Hölle für Schwule in Deutschland“ gegangen sind, waren die Vorträge von Volker Kauder und Erika Steinbach einfach unerträglich – es scheint völlig egal zu sein, dass schon gesetzliche Differenzierungen das Fundament für Diskriminierung sind.
Hier das bemerkenswerte Interview von n-tv mit Johannes Kahrs.

Beide Deutschlands haben homosexuellen Menschen unendliches Leid angetan, Männern viel mehr als Frauen. Und jetzt versuchen „Konservative“, diese Ungleichbehandlung weiterzuführen. Während andere Staaten, selbst erzkatholische wie Spanien und Irland, längst Gleichstellung haben. Wenn das der Inhalt einer deutschen „Volkspartei“ sein soll, ist die für zeitgemäße Menschen dann noch wählbar?

 

Ziemlich dummes Eigentor der Grünen und der SPD.

Das Gesetz „Ehe für Alle“ braucht keine Zustimmung des Bundesrates. Allerdings kann der Bundesrat das Gesetz ablehnen. Von Bedeutung sind somit nur die Nein-Stimmen. Eine Stimmenthaltung bringt den Freunden der Diskriminierung genauso wenig wie ein „Ja“. Baden-Württemberg hat eine grün-schwarze Regierung. Die Grünen sind für das Gesetz, die CDU dagegen. Abstimmung: Enthaltung. Richtig so. Nordrhein-Westfalen hat eine schwarz-gelbe Regierung. Die CDU ist dagegen, wir sind natürlich für die „Ehe für Alle“. Abstimmung wie oben: Enthaltung. Beides „wirkt“ wie ein „Ja“. Einen Grund, die Freien Demokraten „vorzuführen“ wegen des Votum der NRW-Regierung, gibt es nicht.
Uns Freien Demokraten ist schon klar, dass nach dem fulminanten Wahlerfolg in NRW uns ein scharfer Wind ins Gesicht bläst. Damit können wir gut leben. Jedoch fällt es immer auf, wenn Halb-Wahrheiten anwendet werden, um einen politischen Gegner „in die Pfanne zu hauen“. Das schadet am Ende allen demokratischen Parteien. Die Wahl in den USA sollte mehr als deutlich gezeigt haben, dass die Bürger lieber aus Protest einen Populisten wählen als politische Tricksereien der „etablierten Parteien“ weiter zu unterstützen.

 

Es ist Zeit für intelligente Politik !

Denken wir neu - Freie Demokraten - 24. September 2017

 

Überzeugen Sie sich selber:
Hier die einzelne Rubrik zum Thema „Ablehung von Homo- und Transphobie“.
Hier die einzelne Rubrik zum Thema „Rehabilitierung der Opfer des §175 StGB“.
Hier die einzelne Rubrik zum Thema „Öffnung der Ehe“.
Oder gleich das ganze Kapitel zum Thema „Modernes Recht für Ehe und Familie“?

Paul-Frank Kleudgen, Internet-Beauftrager der FDP-Leverkusen, Beitrag verfasst am 08.07.2017

 

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Heute schon geschmunzelt? Bitte sehr!