Religionsfreiheit ist Grundrecht

Der öffentlich ausgetragene Partei-Streit, ob der Islam nun zu Deutschland gehört oder nicht, ist völliger Unsinn. Nur um ein paar Wählern auf der oberbayerischen Alm zu gefallen, werden Menschen in ganz Deutschland aufgestachelt und verunsichert. Die Wahrheit ist ziemlich einfach: über allem steht unser deutsches Grundgesetz. Das, und nur das, ist der ethische Rahmen für unser Land. Alle sind daran gebunden. Auch Religionsgemeinschaften. „Die Freiheit des Glaubens … und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.“ In Deutschland leben rund 4 Millionen Muslime mit deutschem Pass oder dauerhaftem Bleiberecht. Für sie gilt Religionsfreiheit genauso wie für alle anderen auch.

 

Christen und Muslime konnten schon vor über 1000 Jahren in Cordoba durch muslimisch verordneter Toleranz friedlich miteinander leben

Toleranz

Die Welt ist zusammen gewachsen, jeder Punkt der Erde ist in einem Tag erreichbar. Das Flugzeug ist für viele zu einem normalen Verkehrsmittel geworden. Wir können uns nicht abschotten, ohne internationale Zusammenarbeit ist Wohlstand und Fortschritt unmöglich geworden. Ob es uns gefällt oder nicht, wir haben gar keine andere Wahl, als neben dem Christentum auch andere Religionen bei uns zu respektieren.
Allerdings: Freie Wahl der Religion bedeutet immer auch Vielfalt der Religionen. Jeder Geistliche wird für sich in Anspruch nehmen, den einzig „richtigen“ Weg zu verkünden. Das ist erlaubt im Rahmen dieses Grundrechts: „Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung … verstößt.“ Hass predigen gegen jeden, der die eigene Weltanschauung nicht teilt, widerspricht dem Grundgesetz. Vieles andere ebenso. Bei uns ist nicht nur die Frau gleichberechtigt, sondern auch die Muslima.

 

Petersdom in Rom - Symbol der Organisation in christliche Kirchen

Monotheismus

Man schätzt, dass es rund 500 Millionen „charismatische“ Christen gibt, vor allem in Amerika. Manchmal ist es „nur“ viel Hokuspokus. Manchmal aber auch Unglaubliches. So wurde nach dem Amoklauf in Florida in doch allen Ernstes eine Messe für das Sturmgewehr AR-15 abgehalten. Statt Dornenkrone trugen einige eine Patronen-Krone. Das sind Auswüchse, wie es das im Christentum auch noch heute gibt.
Wir sollten wachsam sein in alle Richtungen. Egal ob Christen oder Muslime, alle folgen einer monotheistischen Religion mit einem Gott, der immer noch von vielen personifiziert verstanden wird. Der Herr „da oben“, der alles sieht, der alles lenkt, der alles richtet. Zwielichtige Geistliche als „Stellvertreter Gottes auf Erden“ können auch in unserer Zeit gutgläubigen „Schäfchen“ so manchen Unsinn einimpfen. Insbesondere, wenn die Religion die Klammer zur Heimat ist.
Wir dürfen nicht den Islam als Religion an sich verdammen. Ärger machen Salafisten, aber dazu zählen nicht einmal ein halbes Prozent der Muslime in Deutschland. Ein Problem, welches sich relativ leicht ausmerzen lässt.

 

Kabaa in Mekka - das Symbol, was alle Muslime verbindet

Keine Auslands-Finanzierung

Die christlichen Kirchen beziehen ihr Einnahmen aus der Kirchensteuer und jüdische Gemeinden aus der Kultussteuer. Mithin von den Gläubigen selber. Deutschland ist ein säkularer Staat. Der Gesetzgeber darf nicht in die Glaubenslehre eingreifen, Religionen nicht in die Gesetzgebung. Der Islam in Deutschland allerdings finanziert sich über Fördervereine. Auch eine indirekte Finanzierung von Moscheen durch ausländischen Staaten widerspricht unserem Verfassungsrecht und muss unterbunden werden.

Der türkische Dachverband DITIB untersteht der dauerhaften Leitung, Kontrolle und Aufsicht des staatlichen Präsidiums für religiöse Angelegenheiten der Türkei, welches dem türkischen Ministerpräsidenten-Amt angegliedert ist. So kann die türkische Regierungspartei bestimmen, was in türkischsprachigen Moscheen gepredigt wird.

Saudi Arabien und verschiedene Emirate pumpten seit Mitte der 19-70-iger Jahre weit über 100 Milliarden Dollar in die Islamische Weltliga zur weltweiten Verbreitung des einzig wahren Glaubens. Dabei ist in Saudi Arabien die hanbalitische Rechtsschule in der speziellen Ausprägung des Wahhabismus Staatsreligion. Wahhabiten nennen sich selber Salafis, bei uns bekannt als Salafisten. Die mörderische Boko Haram, Al-Quaida, die Taliban, der Islamische Staat, sie alle stehen dem Wahhabismus sehr nahe.

Es ist völlig widersprüchlich, wenn unsere Soldaten in Afghanistan, Syrien und Mali radikale wahhabistische Regimes bekämpfen, gleichzeitig aber Saudi Arabien über die Islamische Weltliga bei uns in Deutschland Moscheen finanzieren darf, um den wahhabitischen Steinzeit-Islam, man kann auch sagen Salafismus, zu verbreiten.

 

Denken wir neu - Freie Demokraten - 12,95% Stimmen in Leverkusen sind eine Verpflichtung. Wir nehmen sie an.

 

Paul Frank Kleudgen, Mediale Kommunikation, FDP-LeverkusenPaul-Frank Kleudgen, Beitrag verfasst am 21.04.2018


FDP Leverkusen – Homepage
FDP Leverkusen – Facebook