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Eumuco

Eumuco

In der örtlichen Presse wird das interessante Thema  der Verwendung der   noch vorhandenen  baulichen Infrastruktur der insolventen  Firma   Metallfirma Eumuco entweder  für Arbeitsplätze  einer Leverkusener Metallindustrie oder aber deren nicht sachgerechte Verwendung als Lager für einen Baumarkt  dargestellt.

 Nun empört sich der SPD-Fraktionsvorsitzende Mende, darüber, dass die Stadtverwaltung eine  sachgerechte Entscheidung für den Erhalt industrieller Arbeitsplätze mit Hilfe externer Investoren hintertriebe.

Diese Darstellungen in der Presse und die Äußerungen von Dr. Mende   grenzen an Desinformation. Jeder vernünftige Mensch in Leverkusen freut sich über Industriejobs in LEV mehr als über  den weiteren Ausbau der Großmärkte

Auch die FDP wäre von Anbeginn froh  gewesen, wenn  eine Entwicklung  zu Gunsten  des Erhalts der hochwertigen  und speziellen technologischen Kompetenz in Leverkusen  möglich gewesen wäre. Stichwort: hochwertige Werkstoffe als Zukunftsleitbild  für Leverkusen. 

Fakt ist, dass sich die Wirtschaftsförderung und die Stadtverwaltung  zusammen mit dem Insolvenzverwalter  intensiv um den Erhalt  dieser hohen metallindustriellen Kompetenz in Leverkusen eingesetzt haben. Ein Teil der Gebäude wird auch künftig  sachgemäß verwendet werden durch hoffnungsvolle  strategische Investoren. Diese jedoch konnten bis vor einem Jahr  aus finanziellen Gründen die eigentlich ersehnte Übernahme auch der weiteren großen hochgerüsteten  Halle mit größtem Bedauern  auch seitens der WFL und der Stadtverwaltung   nicht zusagen.  Der Insolvenzverwalter konnte  das Thema nicht auf die lange Bank schieben und war schließlich froh, dass Firma Bauhaus mangels anderer Interessenten  schließlich  ihr Erweiterungsbestreben  mit dem Interesse an der Übernahme einer der großen Hallen verbinden konnte. Ein Vertrag mit Bauhaus  wurde unterzeichnet, nachdem die Stadtverwaltung eine eingeforderte  Abrissgenehmigung  für den Fall des Kaufs durch Bauhaus erteilt hatte. Der Vertrag ist rechtsgültig, (vorbehaltlich einer eventuell vorhanden salvatorischen Klausel?)

Nun hat sich der wirtschaftliche Wind gedreht und die Investoren melden ihr dringendes Interesse an der speziellen technologischen Infrastruktur von Eumuco  erneut an.

Aus vertragsrechtlicher Sicht ist hier leider zu sagen: zu spät für eine Rückabwicklung, die Stadt und die WFL können hier aktiv nichts mehr machen. Verträge sind einzuhalten.  So funktioniert der Rechtsstaat. Pech für die Investoren!

 Die einzige Chance besteht aus Sicht der FDP  darin, dass sich die Investorengruppe  mit Bauhaus  auf privatrechtlicher Ebene durch Verhandlungen einigt. Die Politik ist aus dem Spiel.

 Die FDP  wäre froh, wenn so etwas gelänge und die high-tec-Kompetenz in Leverkusen erhalten bliebe  mit neuen Wachstumschancen, und neuen industriellen Arbeitsplätzen.  Aber nun ist sicherlich der Preis dafür erheblich höher als noch vor einem Jahr, als die Investoren selbst für ein Schnäppchen nicht die finanziellen Mittel hatten.

 Dr. Monika Ballin-Meyer-Ahrens

Fraktionsvorsitzende