Bildballin2009Der Einbruch der Teilnehmerzahlen an der musikalischen Früherziehung der Musikschule ist ein Skandal und beweist, dass diese Interpretation von Chancengleichheit – es darf in KiTas nichts angeboten werden, was Eltern extra bezahlen müssen – vielleicht gut gemeint war, aber für keinen gut ist.

Aber auch die Musikschule ist in diesem Zusammenhang zu kritisieren, da sie sich in ihrem Angebot viel zu langsam auf die neuen Rahmenbedingungen in der Schul- und Kitalandschaft einstellt – hier sollte unsere städtische Musikschule sich an den privaten Musikschulen orientieren, die die Umstellung längst vollzogen und deshalb nicht solche Anmelderückgänge zu verzeichnen haben.

Viel gravierender wirkt sich der Erlass zur Chancengleichheit für unsere Kinder aus. Wenn in den KiTas und offenen Ganztagsschulen keine individuellen Angebote gemacht werden dürfen, können viele Kinder mit unterschiedlichen Kultur-, Musik- und Sportangeboten gar nicht vertraut gemacht werden und werden nie erfahren, ob sie hier besondere Interessen haben. Wieder werden wichtige Entwicklungschancen insbesondere bei kleinen Kindern vertan. Wir Liberale bedauern das sehr und fordern hier die Möglichkeit, individuelle Angebote von Musikschulen und Sportvereinen zu offerieren.

 Dr. Monika Ballin-Meyer-Ahrens

Fraktionsvorsitzende

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